DEFINO-Brief Nr. 2

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des DEFINO-Briefs,

die Politik hat uns gerade in diesen Tagen gelehrt, dass das Weichspülen von Themen oder Versuche, sich das Leben leicht zu machen oder leicht zu reden, nicht fruchten. Die Menschen erwarten Klarheit und Wahrhaftigkeit, wenn sie vertrauen sollen. Diesen Prinzipien von Transparenz und Ehrlichkeit verschreibt sich DEFINO und jeder, der nach und für DEFINO arbeitet. Darum drehen sich auch die Themen in dieser Ausgabe.

Durch die Implementierung der IDD in deutsches Recht ist ein klares Zeichen für Transparenz in den Beratungsprozessen gesetzt worden. Dahinter stehen alle, die mit DEFINO arbeiten, schon versammelt. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, entschiedene weitere Schritte zur Selbstregulierung unserer Branche zu gehen, um das Zepter auch weiterhin in der Hand zu behalten.

Das wollen wir als Team bei DEFINO auch in Zukunft tun. Damit Sie auch ein Bild davon bekommen, wer das Team von DEFINO eigentlich ist, wollen wir uns Ihnen zum Ende dieses Briefes noch vorstellen. Damit können Sie nun auch direkter mit uns zu Themen und Anliegen in Kontakt treten.

Wir wünschen viel Freude bei dieser Lektüre und freuen uns wie immer auf einen regen Austausch über die Themen mit Ihnen.

Herzliche Grüße

Ihr Klaus Möller

Vertrauen im Finanzsektor

Vertrauen ist ein wichtiges Thema für alle, die in unserer Branche tätig sind, vor allem für Sie, die Sie tagtäglich für Ihre Kunden und ganz unmittelbar mit ihnen arbeiten. DEFINO und die von DEFINO initiierten DIN-Projekte wollen und können Ihnen Hilfe geben bei der Gewinnung und Stärkung von Kundenvertrauen, weil DEFINO und DIN für Klarheit und Wahrhaftigkeit stehen.

Dieses Verständnis teilen offenbar nicht alle um uns herum. Es scheint, dass einige Marktteilnehmer der Verlockung nicht widerstehen können, den Vertrauensvorschuss, den die Marke DIN gibt, für pures Marketing zu missbrauchen. Durch diese Art von Weichspülerei gefährden sie echten und dauerhaften Vertrauensgewinn.

Da preist ein Finanzvertrieb „Transparente Finanz-Beratung mit DIN-Norm“ an, obwohl es bislang keine DIN-Norm gibt und die kommende auch kein Regelwerk für die Beratung, sondern für die Analyse bietet. Da bietet ein Beratungshaus mit Verweis auf die DIN SPEC 77222 eine Software an, die ganze fünf Finanzthemen kennt.  Und ein Zertifizierer bietet ein Zertifikat für Software an, die zu 40% DIN SPEC-konform ist. Man stelle sich die 40%ige Passgenauigkeit von Steckern in Steckdosen oder von Papier in Kopierern vor…

DEFINO-zertifizierte Berater arbeiten nicht nur mit 100% DIN SPEC-konformer Software, sie sind auch zu 100% sachkundig, was das Regelwerk der DIN SPEC 77222 und/oder der DIN SPEC 77223 anbelangt. Und sie haben sich dazu verpflichtet, ihren Kunden, wann immer die Gelegenheit gegeben ist, zu 100% eine ganzheitliche DIN SPEC-konforme Analyse ihrer finanziellen Situation angedeihen zu lassen.

Unser Anspruch ist immer 100%. Das ist oft beschwerlicher, fordert mehr Energie und vor allem einen langen Atem. Den muss man haben, wenn man für bedingungslose Qualität stehen will. Aber am Ende zahlt sich auch nur diese wirklich aus.

Deshalb unser Appell an Sie: Werden auch Sie diesem Anspruch jederzeit gerecht! Sorgen Sie für 100%! Sorgen Sie damit nicht nur für höchste Kundenzufriedenheit und Vertrauen. Sorgen Sie damit ganz nebenbei auch dafür, dass Ihre Arbeit den Anforderungen der IDD entspricht (siehe Artikel “DEFINO und IDD”)! Im Gegenzug werden Sie nach Fertigstellung der DIN-Norm auch von Ihren Vermögensschadens-Haftpflichtversicherern mit erfreulichen Nachrichten überrascht werden (demnächst mehr dazu).

DEFINO und IDD

Im Zuge der Umsetzung der europäischen „Insurance Distribution Directive“ in deutsches Recht ist u.a. auch der § 48a des VAG (Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen) geändert worden. In der August-Ausgabe von AssCompact führt Rechtsanwalt Hans-Ludger Sandkühler dazu aus: „Mit dem neuen § 48a VAG werden (…) die allgemeinen Vorgaben zur Steuerung des Vertriebs über Verkaufsziele, Vergütungen und andere Anreize nach Art. 17 Abs. 3 IDD (…) umgesetzt. (…) Versicherer müssen auf Dauer wirksame organisatorische und verwaltungsmäßige Vorkehrungen für angemessene Maßnahmen treffen, um zu verhindern, dass Interessenkonflikte den Kundeninteressen schaden (§ 48a Abs. 2 VAG). Interessenkonflikte werden definiert als Konflikte, die bei Versicherungsvertriebstätigkeiten zwischen Vermittlern und Versicherern sowie den Kunden oder zwischen Kunden untereinander entstehen können (§ 48a Abs. 3 VAG).“

Interessenkonflikte können beim Vertrieb von Versicherungen in dreierlei Hinsicht auftreten: erstens durch den falschen konzeptionellen Ansatz, d.h. durch die Ausblendung wesentlicher Risiken des Kunden oder durch deren falsche Priorisierung; zweitens durch die falsche Festlegung der Abschlusssumme; und drittens durch die falsche Produktauswahl.

Gegen die beiden ersten möglichen Konflikte ist ein einfaches, Ihnen allen bestens bekanntes Kraut gewachsen: der regelmäßige, kenntnisreiche Einsatz des Regelwerks der DIN SPEC 77222, unterstützt von einer DEFINO-zertifizierten DIN SPEC-konformen Analyse-Software – kurzum: die Arbeit als DEFINO-zertifizierter Berater. Wer seinen Kunden ihre finanzielle Situation, ihre Risiken und Anforderungen mithilfe des DIN Standards analysiert und transparent darlegt, ist bestens vor Interessenkonflikten gefeit.

Was die Vermeidung der Konfliktmöglichkeit Nummer 3, der falschen Produktauswahl, anbelangt, so soll demnächst die DIN SPEC 77228 „Standardisierung wesentlicher Leistungsmerkmale von Versicherungen“ Unterstützung leisten. Die Arbeit an dem ebenfalls vom DEFINO Institut initiierten Projekt wird in den nächsten Wochen beginnen. DIN hat angekündigt, den Arbeitsausschuss demnächst öffentlich auszuschreiben, d.h. zu dessen konstituierender Sitzung einzuladen.

In diesem Ausschuss wird noch ein weiteres IDD-relevantes Thema zur Sprache kommen: die Beschäftigung mit und ggfs. die Festlegung der ominösen Zielmärkte, auf die die Produktauswahl in Zukunft zugeschnitten sein muss. Was sie bedeuten und wie sie sich differenzieren, darüber sagt IDD und auch die Umsetzung in deutsches Recht bisher nichts. Und wie aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz verlautet, ist diesbezüglich von gesetzgeberischer Seite auch keine Präzisierung zu erwarten. Eine gute Chance mehr für die Finanzbranche, ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung im Konsens unter Beweis zu stellen.

 


Das DEFINO-Team

Wir finden, dass es höchste Zeit ist, dass wir Ihnen in der zweiten Ausgabe des DEFINO-Briefs unser Team vorstellen. Alle Kolleginnen und Kollegen, die Sie hier sehen, stehen Ihnen gerne – fast jederzeit – für alle Fragen rund um ihre Arbeitsfelder und Projekte zur Verfügung:

Susanne von Schellenberg ist unsere große Organisatorin und Projektleiterin. Über alle Terminfragen, insbesondere von Zertifizierungsprüfungen, sowie über alle Themen Zertifikate und Siegel betreffend weiß sie am besten Bescheid. Sie erreichen sie per Email (s.vonschellenberg@defino.de) oder telefonisch unter 06221-673 34 10.

 

Paula Kuss, unsere Werkstudentin, unterstützt Susanne dabei, alle Prozesse und Daten zu ordnen und in Ordnung zu halten. Dabei gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Online-Berater-Datenbank, die sie demnächst noch viel attraktiver und professioneller präsentieren will, z.B. mit Suchfunktionen. Sie erreichen sie per Email (p.kuss@defino.de).

 

 

Frank Kilian, im Team „the brain“ genannt, kennt die DIN Spezifikationen und die daraus entwickelten Fachvorgaben (fast) auswendig und bleibt kaum eine Erklärung schuldig, wenn Sie mal das Ergebnis einer Finanzanalyse nicht verstehen. Und weil er alle Algorithmen aus dem ff kennt, ist er auch unser Experte für alle Fachfragen rund um Software-Zertifizierungen. Sie erreichen ihn per Email (f.kilian@defino.de).

 

 

Unser DHBW-Student im Studiengang Finanzdienstleistungen Ricardo Sanchez lernt in seinen Praxisphasen möglichst viel von möglichst allen, am meisten aber von Frank, den er mehr und mehr bei allen Fachfragen unterstützen will. Sie erreichen ihn per Email (r.sanchez-leiva@defino.de).

 

 

 

Matthias Meiering ist unser Mann für die modernen Kommunikationswege. Er ordnet gerade unsere Website vollständig neu und passt sie nicht nur den aktuellen technischen Möglichkeiten, sondern auch unserem neuen Selbstverständnis an. Er sorgt für mehr DEFINO-Präsenz in den sozialen Netzwerken und schließlich gestaltet er auch diesen DEFINO-Brief. Sie erreichen ihn per Email (m.meiering@defino.de).

 

 

 

Klaus Möller, unser Geschäftsführer, stört uns selten im Büro, weil er meistens damit beschäftigt ist, (potenzielle) Kunden zu besuchen, mit Vorträgen Menschen von der Sinnhaftigkeit von Standards in der Finanzberatung zu überzeugen, Standardisierungsprojekte bei DIN zu begleiten oder neue zu initiieren. Sie können ihn zu allem fragen, womit Sie bei uns anderen nicht weiterkommen. Er verspricht alles, was wir nicht halten können. Sie erreichen ihn per Email (k.moeller@defino.de) und telefonisch unter 0172-6212038.

 

 

 

Und dann haben wir noch drei tatkräftige externe Unterstützer:

Unsere Markenbotschafter Michael Jama (links) und Martin Töpfer (rechts) bringen sich da ein, wo die Expertise der Praktiker gefragt ist: bei der Erarbeitung praxisnaher Prüfungsfragen, bei der Entwicklung von Kurzfilmen und vielem anderem mehr. Sie erreichen sie per Email (m.jama@defino.de und m.toepfer@defino.de).

 

 

„Pressesprecher“ Harro von Lieres sorgt dafür, dass unsere Nachrichten und Informationen stets die richtigen Adressaten finden, d.h. in den richtigen Medien platziert werden und über diese bei Ihnen und allen anderen Interessierten ankommen. Sie erreichen ihn per Email (h.vonlieres@publicim.de).

DEFINO auf der DKM

Geschäftsführer Klaus Möller und Projektleiterin Susanne von Schellenberg sind auf der DKM in Dortmund vom 24. – 26.10. für Sie ansprechbar und freuen sich auf die Beantwortung möglicher Fragen – oder auch einfach nur aufs Kennenlernen oder Wiedersehen.

Verabreden Sie sich per Email (info@defino.de) oder ganz spontan mobil unter 0172-6212038.

Unser Anspruch

DEFINO-zertifizierte Finanzberater verpflichten sich dazu, die für sie relevanten DIN-Standards und Normen, wo immer die Möglichkeit dazu besteht, zum Einsatz zu bringen, die Verbraucher fair und ohne Druck zu beraten und sich permanenter Weiterbildung zu verschreiben!

Bitte achten Sie darauf, dass Sie diesen Verpflichtungen konsequent und regelmäßig nachkommen. Für die Arbeit DEFINO-zertifizierter Berater muss immer gelten: Wo DEFINO draufsteht, ist DIN drin – garantiert!

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