cc_headerbild

Neue DIN SPEC 77223 „Standardisierte Vermögens- und Risikoanalyse“ veröffentlicht

  • Neues von Verbraucherschützern, Wissenschaftlern und Branchenvertretern entwickeltes DIN-Regelwerk setzt auf DIN SPEC 77222 auf
  • Selbstregulierende Funktion beider DIN-Standards soll zu mehr Klarheit und Verlässlichkeit in der Finanzberatung sorgen

Heidelberg, 15. Januar 2016. Nach der DIN SPEC 77222 „Standardisierte Finanzanalyse für Privathaushalte“ stellt der DIN-eigene Beuth-Verlag jetzt mit der DIN SPEC 77223 „Standardisierte Vermögens- und Risikoanalyse“ einen weiteren Standard des Deutschen Instituts für Normung bereit. Auch diese Spezifikation dient zur Verbesserung der Beratungsqualität in der deutschen Finanzdienstleistung. Beide DIN Standards hat die Defino Gesellschaft für Finanznorm GmbH initiiert; sie sollen dazu beitragen, Finanzberatung verstärkt auf die Basis von verständlichen und verlässlichen Analyseergebnissen zu stellen.

Wesentliche Inhalte der DIN SPEC 77223 sind:

  • Standards und Regeln für die Prüfung von Kenntnissen und Erfahrungen der Privatanleger mit Vermögensanlagen
  • den Aufbau der Vermögensbilanz und die Ermittlung des Risiko-Indexes aus der Vermögensbilanz
  • die Ermittlung der subjektiven Risikobereitschaft des Anlegers anhand von Risikoportfolios mit 5 definierten Risikoklassen
  • die Prüfung der finanziellen Risikotragfähigkeit durch Liquidität und Vermögen
  • die Erteilung von Hinweisen auf existenzielle Risiken bei Absicherung und Vorsorge
  • und die Erstellung eines Risikoanalysebogens bzw. Analyseprotokolls, das konform ist mit WpHG/FinVermV.

Der in der DIN SPEC 77223 definierte Prozess setzt auf der ganzheitlichen Analyse nach der DIN SPEC 77222 auf und vertieft diesen bezogen auf die Anlagethemen. Die einschlägigen Gesetze regeln den Prozess der Anlageberatung im Groben, lassen aber sehr viel Spielraum in der Anwendung. „Diesen Spielraum sinnvoll zu füllen, Verbrauchern und Beratern Sicherheit zu geben und damit Verbrauchervertrauen zu stärken, ist das Ziel des neuen DIN Standards“, so Defino-Geschäftsführer Dr. Klaus Möller.

Die Umsetzung von DIN Normen und DIN Standards ist freiwillig. Sie sind keine Gesetze, aber sie ergänzen sie. Damit erfüllen sie für viele Branchen selbstregulierende Funktionen und sorgen für Verlässlichkeit und Klarheit. „Davon kann die Finanzdienstleistungsbranche noch sehr viel mehr gebrauchen. Ihre Beratungs- und Produktwelt ist unnötig komplex, für die Verbraucher weitgehend unverständlich und vielfach von Willkür und Unverbindlichkeit geprägt. Deshalb wird die 77223 sicher nicht der letzte DIN Standard sein, den wir auf den Weg bringen“, ergänzt Möller.

An der Entwicklung der neuen DIN SPEC haben neben den Defino-Experten auch Vertreter der Stiftung Warentest, des Verbraucherrats im DIN, des Arbeitskreises Beratungsprozesse, der Deutschen Bank, der Volksbank Emmerich-Rees, mehrerer Vertriebs- und Wirtschaftsprüfungs-gesellschaften sowie Wissenschaftler von Hochschulen in Ludwigshafen und Berlin mitgewirkt.

 

Über die DEFINO Gesellschaft für Finanznorm mbH:

Die DEFINO Gesellschaft für Finanznorm mbH ist ein 2011 eigens für die Entwicklung von Standardisierungen und Normungen von Analyse- und Beratungsprozessen im Bereich der Finanzdienstleistungen gegründetes Unternehmen mit Sitz in Heidelberg. Das Unternehmen arbeitet dabei eng mit dem Deutschen Institut für Normung, Wissenschaftlern, Verbraucherschutzorganisationen sowie Experten des Finanzdienstleistungsgewerbes zusammen. Erste Standardisierung war nach rund einem Jahr Entwicklungszeit im März 2014 die DIN SPEC 77222 zur Finanzanalyse für den Privathaushalt, aus der jetzt eine DIN-Norm entwickelt wird.

Geschäftsführer der DEFINO sind Dr. Klaus Möller sowie Claus Rieger.

Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Klaus Möller,
Geschäftsführer
DEFINO Institut für Finanznorm GmbH
Bergheimer Str. 147, 69115 Heidelberg,
Tel.: 0172 – 62 12 038, E-Mail: k.moeller@gesellschaft-finanznorm.de,
www.gesellschaft-finanznorm.de

 

Laden Sie hier das PDF-Dokument.
» Presse-Mitteilung