cc_headerbild

DIN-Norm soll Dilemma der Finanzberatung entschärfen

Veröffentlichung von Börsen-Zeitung

22.03.2017 – DIN-Norm soll Dilemma der Finanzberatung entschärfen

Gerade zwei Wochen ist es her, da forderten die Verbraucherzentralen einen Ausstieg aus der provisionsbasierten Beratung wieder einmal. Die Fehlanreize in der Finanzberatung seien “Ursprung allen Übels”, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bekräftigte. Doch wenn der Gesetzgeber die verbreitete Praxis einschränke oder gar verbiete, gefährde er zugleich die Beratung in der Fläche, hält die Branche oft dagegen. Seit Jahren flammt die Diskussion immer wieder auf. Fehlanreiz oder mangelnde Verbreitung lautet der Zielkonflikt.

Ein neuer Industriestandard soll dieses Dilemma zumindest teilweise entschärfen: Am Deutschen Institut für Normung (DIN) arbeiten derzeit Vertreter aus Industrie und Verbraucherschutz an einem Standard, der die Erfassung der Kundenbedürfnisse vereinheitlichen soll. So soll erreicht werden, dass der Berater die Situation der Kunden richtig deutet und passende Produkte empfehlen kann. Die geplante Norm wäre unabhängig vom Vertriebsmodell anwendbar und stellt die Provisionsberatung nicht in Frage. Seit 2014 sitzen Vertreter der Deutschen Bank und Commerzbank, Allianz und Zurich, der Vermittler OVB und Formaxx sowie der Stiftung Warentest, des Bundesjustizministeriums und auch der Verbraucherzentralen neben anderen an einem Tisch.

» Link zum Artikel